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Pfullendorfer Schüler gehen in die Luft

Schüler der Klasse 7c des Staufer-Gymnasiums haben sich bei den Projekttagen dem Thema Fliegerei gewidmet. Nun wurde aus Theorie schließlich Realität: Auf dem Pfullendorfer Fluggelände durften sie mit Motorseglern mitfliegen.
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Pfullendorf – Über einen ungewöhnlichen Besuch informiert der Flugsportverein Pfullendorf. Im Rahmen der Projekttage vor den Sommerferien hatten sich die Schüler der Klasse 7c des Staufer-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Armin Gratwohl das Thema Fliegerei auf die Fahnen geschrieben. Sie bastelten Papierflieger und testeten deren Flugtauglichkeit und Flugeigenschaften. Natürlich wurden auch Filme und Videos angeschaut über modernes Fluggerät, aber auch über die Zeit der Anfänge der Fliegerei und deren teilweise im Totalschaden endenden Flugversuche. Mitschüler Ben Schneider aus Wald, Sohn des ehemaligen Vorsitzenden des Flugsportvereins, Stefan Schneider, kam schließlich auf die Idee, die Klasse könne doch einmal so richtig in die Luft gehen.
Der Vorschlag kam bei allen Beteiligten sehr gut an und so wurde aus der Theorie erlebbare Praxis. Schließlich fanden sich etwa 20 Schüler auf dem Pfullendorfer Fluggelände ein, damit jeder mit einem der drei zur Verfügung stehenden Motorsegler einmal seine Heimat aus der Luft betrachten und natürlich auch fotografieren konnte. Jeder Schüler durfte 10 Euro in die Klassenkasse spenden, denn die eigentlichen Flugkosten nahmen die drei Motorseglerpiloten des Vereins – Stefan Schneider, Frank Vochazer und Günter Theml – auf ihre eigene Kappe. Aber damit nicht genug: Ausbildungsleiter und Fluglehrer Willi Krupka ließ es sich nicht nehmen, den Kindern wirklich alles rund um den Flugbetrieb zu erklären.
Auf dem Kontrollturm hörten die Kinder den Funkverkehr zwischen Flugleiter und Piloten mit und erfuhren, was eine Platzrunde ist. In den Hangars durften sie die dort abgestellten Flugzeuge besichtigen und auch hineinsteigen. Interessant für die Schüler waren natürlich auch Krupkas Antworten auf Fragen wie: Wie viel Benzin verbraucht solch ein Flugzeug? Wie schnell muss ein Flugzeug mindestens fliegen, damit es nicht vom Himmel fällt? Auch Klassenlehrerin Nicole Hellstern war von der Aktion sichtlich begeistert: "Das ist so wahnsinnig schön, wenn ich nach jedem Flug in diese glücklichen Kinderaugen schaue."

Fly-In Pfullendorf PILOT1000

news20170829

Für weitere Infos lesen Sie bitte hier unseren Flyer

Flugsportverein blickt auf ereignisreiche Saison zurück

Abteilung Motorflug hat neue Maschine angeschafft.
Fünf ausgebildete Flugzeugwarte sparen enorme Kosten ein.

news20170404Pfullendorf - Insgesamt 636 Flugstunden wurden in der vergangenen Saison auf allen vier Motorseglern  geflogen, war das stolze Fazit des Leiters der Abteilung Motorsegler, Frank Vochazer,  anlässlich seines Berichtes in der Generalversammlung des Flugsportvereins Pfullendorf. Aber nicht nur viel geflogen wurde, sondern es gab auch viel Arbeit am Boden. So sorgten im zurückliegenden Jahr fünf ausgebildete Flugzeugwarte, alle Mitglieder im Verein, in regelmäßigen Abständen dafür, dass alle Maschinen stets startklar waren und durch ihrern Einsatz natürlich auch für enorme Einsparungen im Vergleich zu den hohen Wartungskosten in einer Flugzeugwerft. Darüber hinaus mußte ein Motor aufgrund der vorgeschriebenen Betriebsstundenzahl generalüberholt werden und eine weitere Generalübeholung steht im laufenden Jahr an:
Der in die Jahre gekommene Spornradfalke, ein Motorsegler der Firma Scheibe, der vorwiegend für die Pilotenausbildung in der vereinsinternen Flugschule zum Einsatz kam, soll am Ende der laufenden Flugsaison veräußert werden. Als Ersatz dafür wurde ein fabrikneuer Spornradfalke bestellt, der gegenwärtig in einer Flugzeugwerft in Heubach bei Schwäbisch Gmünd gebaut wird und Anfang des Jahres 2018 geliefert werden soll.
Der Vorsitzende, Franz Stadelhofer, der nach dem überraschenden Rücktritt des Abteilungsleiters Motorflug, Jürgen Hüfner, Mitte des vergangenen Jahres, die kommissarische Leitung der Abteilung übernommen hatte, berichtete vom erfolgreichen Verkauf zweier Motorflugzeuge sowie der Neuanschaffung einer viersitzigen Maschine mit hervorragenden Starteigenschaften für den Flugplatz Pfullendorf, einer in Frankreich gebauten und dort auch bereits geflogenen Jodel DR 500.
Diese Maschine könne auch ohne Probleme für den Instrumentenflug zugelassen werden, berichtete Ewald Restle, der sich zusammen mit weiteren Kameraden maßgeblich um Kauf und deutsche Zulassung des Flugzeuges gekümmert hat.
Flugbetriebsleiter, Dr. Claus Dähne, bilanzierte mit insgesamt 2.135 Flugbewegungen in der zurückliegenden Saison eine Steigerung des Flugbetriebes am Verkehrslandeplatz Pfullendorf um etwa 15 Prozent.
Dähne bedankte sich bei den 22 Flugleitern, die auf dem Tower und am Funk für einen reibungslosen und vor allem unfallfreien Flugbetrieb gesorgt haben und bei allen, die am Flugplatz und seinen Anlagen darum bemüht waren, dass stets alles in bester Ordnung war.
Die Versammlung beschloss schließlich einstimmig eine neue Vereinssatzung, da die alte nicht mehr zeitgemäß war sowie eine Geschäftsordnung.
Der Vorsitzende konnte zwei „Männer der ersten Stunden“, Joachim Hüttner und Ernst Klett für sechzig Jahre Mitgliedschaft im Verein mit einer Urkunde und der silbernen Ehrennadel auszeichnen. Insgesamt dreizehn Mitglieder wurden für 25,  und fünf für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Für besondere Verdenste im Verein ehrten die beiden Vorsitzenden, Franz Stadelhofer und Hans-Jürgen Maier, vier Mitglieder mit einer silbernen Ehrennadel: Brigitte Käser, Adolf Hilmer, Siegfried Leiß und Günter Theml .
Ausbildungsleiter, Willi Krupka, berichtete von 386 Flugschulstarts in der zurückliegenden Flugsaison und insgesamt 117 Schulflugstunden, wobei ein Mitglied seine neue Fluglizenz erwerben konnte. In der laufenden Flugsaison stehe der Erwerb dreier weiterer Fluglizenzen an, so Krupka.
 
Info: Die turnusmäßige Neuwahl des gesamten Vorstandes ergab folgendes Ergebnis
(siehe auch Foto zum Bericht):
  • erster Vorsitzender: Franz Stadelhofer
  • zweiter Vorsitzender: Hans-Jürgen Maier
  • Schriftführer: Raimund Schumacher
  • Kassenwart: Arthur Engel
  • Flugbetriebsleiter: Markus Schatz
  • Abteilungsleiter Motorflug: Willi Krupka
  • Beisitzer: Ewald Restle
  • Abteilungsleiter Motorsegler: Frank Vochazer
  • Beisitzer: Hugo Hager
  • Beisitzer für die Passivmitglieder: Gerhard Ott

Flugsportverein Pfullendorf - neuer Flyer

news20160927

Mutige springen aus 4000 Metern Höhe in die Tiefe

news20160911
Flugsportverein veranstaltet erstmals einen Tag der offenen Tür – Piloten heben zu vielen Rundflügen ab
 
Pfullendorf  / sz Über Pfullendorf und dem Flugplatz an der Straße nach Aftholderberg hat am Samstag reger Flugbetrieb geherrscht. Fast im Minutentakt stiegen Flugzeuge in die Luft oder drehten über der Stadt die letzte Kurve vor der Landung. Der Grund: Der Flugsportverein hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. „Wir konnten aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr kein Fliegerfest veranstalten, wollten aber den Kontakt zur Bevölkerung nicht verlieren – deshalb haben wir uns erstmals für einen Tag der offenen Tür entschieden“, sagte der Vereinsvorsitzende Franz Stadelhofer über die kleinere Variante des Flugplatzfests.
 
Die Menschen kamen trotzdem, wenn auch nicht in der überwältigenden Zahl wie bei den Fliegerfesten, zu denen in der Regel auch noch eine Oldtimershow gehört. „Es waren viele Besucher da, die sich für den Flugsport interessieren“, sagte Franz Stadelhofer am Ende der Veranstaltung. „Wir sind sehr zufrieden.“ Die Zukunft des bisherigen Flugplatzfests ist offen. „Wir entscheiden noch, wie und wann das nächste Fliegerfest stattfindet“, sagte Stadelhofer – wohl wissend, dass die große Anzahl an unterschiedlichen Flugzeugen und die Flugvorführungen für die Zuschauer eine besondere Attraktion darstellen.
 
Turbulenzen bleiben aus
 
Bei den Besuchern am Samstag war das Angebot des Vereins, zum Sondertarif zu einem Rundflug abzuheben, besonders beliebt. Dabei war erstmals auch die neue Robin DR 500 im Einsatz, die der Verein erst vor einer Woche gekauft hat. „Wir sind über den Bodensee geflogen“, sagte Jörg Stocker, der sich gemeinsam mit seinem Sohn und Franz Stadelhofer am Steuerknüppel in die Luft wagte. Kleine Turbulenzen, wie sie sonst bei der Thermik über dem Linzgau üblich sind, erlebten die drei unterwegs nicht. „Es war ein sehr ruhiger Flug“, sagte Stocker, in dessen Familie das Fliegen Tradition hat.
 
Andere Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Rundflug mit dem Motorsegler oder mit einem der Ultraleicht-Flieger, mit denen Mitglieder befreundeter Vereine nach Pfullendorf gekommen waren. Für besonders Mutige – und auch davon gab es viele, sodass deren Maschine ein ums andere Mal in den Himmel stieg – boten vier Fallschirmspringer von Humanflights aus Bad Saulgau Tandemsprünge aus knapp 4000 Metern Höhe an: Sprünge, die im freien Fall durch die leichte Wolkendecke führten, bevor der Tandemmaster den Fallschirm öffnete und Passagier und Tandemmaster fest miteinander verkoppelt bei einer herrlichen Aussicht über ganz Oberschwaben fünf Minuten lang gemächlich zur Erde zurück schwebten.
 
Auch wer weder im Flieger noch am Fallschirm Höhenluft schnuppern wollte, erlebte ein abwechslungsreiches Programm. Der Flugsimulator, den Fritz Senn vom Flightsim-Technologiezentrum in Konstanz mitgebracht hatte, ermöglichte es, die eigenen Flugkünste auszuprobieren. „Ich finde es leichter, ein Flugzeug zu fliegen, als die Vorgaben des Flugsimulators einzuhalten“, sagte Dexter McGinnis, selbst Pilot.
 
Oldtimerclub ist auch dabei
 
Claus Daehne führte Besucher auf den sonst verschlossenen Tower, wo an diesem Tag Flugleiter Reinhard Reichel Dienst tat. Dazu gab’s jede Menge Informationen rund ums Fliegen und die Flugausbildung, einen Flohmarkt und die Oldsmobile des Oldtimerclubs, deren Mitglieder es sich nicht nehmen ließen, den Flugsportlern auch ohne Fliegerfest einen Besuch abzustatten.
 
Ein Gewinnspiel mit kniffligen Fragen rund um die Fliegerei in Pfullendorf, Luftaufnahmen aus der Region, die gar nicht so einfach zuzuordnen waren, und ein Testflug am Flugsimulator bescherten Sören Blum aus Pfullendorf einen Tandemsprung sowie Stefan Ott und Nick Rothweiler aus Großschönach Rundflüge über die Region.